{"id":1144,"date":"2013-10-23T04:04:48","date_gmt":"2013-10-23T02:04:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1144"},"modified":"2013-11-07T05:24:57","modified_gmt":"2013-11-07T03:24:57","slug":"borussia-dortmund-brilliert-als-meister-der-effizienz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1144","title":{"rendered":"Borussia Dortmund brilliert als Meister der Effizienz"},"content":{"rendered":"<p>Drei Torsch\u00fcsse, zwei Tore: Schwarz-Gelb erobert mit etwas Gl\u00fcck, aber auch viel K\u00f6nnen erstmals das Emirates Stadion. Der BVB feiert den Sieg bei Arsenal London als n\u00e4chsten Entwicklungsschritt auf internationaler B\u00fchne.<!--more--><\/p>\n<p>Als die Herkules-Aufgabe gemeistert war, gab es kein Halten mehr. Trainer J\u00fcrgen Klopp, Klubchef Hans-Joachim Watzke und Pr\u00e4sident Reinhard Rauball lagen sich auf der Trib\u00fcne in den Armen, die Spieler von Borussia Dortmund stiegen kurzerhand zu den Fans in den Block des Emirates Stadions. \u201eWir wollen den Derby-Sieg\u201c riefen die knapp 4.000 stimmgewaltigen Anh\u00e4nger der Schwarz-Gelben in Ekstase und verkn\u00fcpften den Moment des aktuellen Gl\u00fccks beim 2:1-Ausw\u00e4rtssieg \u00fcber Arsenal London schon mit der nahen Bundesliga-Zukunft. So weit wollte Klopp nicht gehen. Kurze Zeit nach Abpfiff genoss er in der Pressekonferenz im Bauch des Stadions lieber ein wenig den Augenblick. \u201eJederzeit ein Spiel entscheiden zu k\u00f6nnen, wenn der Gegner nur ein bisschen nachl\u00e4sst &#8211; das ist ein Entwicklungsschritt f\u00fcr uns\u201c, bilanzierte Klopp. Nach zahlreichen Gala-Auftritten in der Vergangenheit hatte seine Elf nun gegen einen hoch gehandelten Gegner drei Chancen h\u00f6chst effektiv ausgenutzt, so wie es internationale Top-Teams wenn n\u00f6tig auch mal zu tun in der Lage sind.<\/p>\n<p><strong>Klopp: &#8220;Wir sind zur\u00fcck im Rennen&#8221;<\/strong><br \/>\n\u201eUnd der eigentliche Entwicklungsschritt ist, dass wir in den acht Minuten bis zum Ende nichts mehr zugelassen haben\u201c, schob Klopp nach. In der Tat brachten die Schwarz-Gelben das Spiel nach ihrem zweiten Treffer hochkonzentriert \u00fcber die Zeit und zogen Arsenal, das zuvor sogar lange auf den Heimsieg gedr\u00e4ngt hatte, gekonnt den Zahn. Mit \u00fcberragenden zwanzig Anfangsminuten, einem etwas wackeligen Mittelteil und dem starken Punch zum Schluss verdienten sich die Westfalen den Erfolg beim Spitzenreiter der englischen Premier League. Der BVB macht sich nun berechtigt Hoffnung, in der wohl schwersten Gruppe der K\u00f6nigsklasse zu bestehen. Oder mit Klopps Worten: \u201eWir sind zur\u00fcck im Rennen.\u201c Der Betriebsunfall vom Auftaktspiel in Neapel ist endg\u00fcltig repariert. Dortmund f\u00fchrt mit sechs Z\u00e4hlern die Gruppe F an, vor den punktgleichen Londonern und den Italienern.<\/p>\n<p>Grundlage des Erfolges war &#8211; mal wieder &#8211; eine starke Laufleistung. Erneut rannte die Marathon-Borussia insgesamt elf Kilometer mehr als ihr Gegner, runtergerechnet also jeder Schwarz-Gelbe einen mehr als sein Gegenspieler. \u201ePhysisch gesehen war das die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben\u201c, zog sogar Gunners-Coach Arsene Wenger den Hut vor der Athletik der G\u00e4ste. Obwohl sein Team nach den j\u00fcngsten nationalen wie internationalen Erfolgen eine superbreite Brust h\u00e4tte haben m\u00fcssen, war es vor eigenem Publikum \u201eetwas z\u00f6gerlich in die Partie gestartet\u201c, wie es der Franzose selbst beschrieb. Ganz offensichtlich war der in der K\u00f6nigsklasse bislang punktverlustfreie Klub mit einer ordentlichen Portion Respekt gegen den Finalisten der Vorsaison gestartet. Der BVB &#8211; das war eine weitere Quintessenz des Abends &#8211; profitiert nun vom Ruf, den er sich erarbeitet hat.<\/p>\n<p><strong>Lewandowski kr\u00f6nt den Superkonter<\/strong><br \/>\nAls Matchwinner wurde Robert Lewandowski ausgiebig gefeiert. Dabei hatte der Ausnahmest\u00fcrmer lange Zeit einen, wie man so sagt, ziemlich gebrauchten Tag. Ungewohnt viele B\u00e4lle versprangen dem Angreifer, als Anspielstation fiel er nahezu komplett aus. Dazu hatte der Pole noch Gl\u00fcck, dass er nach gut einer Stunde im Duell mit Laurent Koszielny nicht mit Rot vom Platz flog. Zumindest auf Arsenal-Seite wurde \u00fcber diese vermeintlich spielentscheidende Szene noch lange hei\u00df diskutiert. Doch der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson belie\u00df es nach einem Ellbogensto\u00df ins Gesicht des Innenverteidigers bei Gelb, und so war Lewandowski in der 83. Minute zur Stelle, um einen klasse Konter und  eine perfekte Flanke von Kevin Gro\u00dfkreutz mit dem Siegtreffer zu veredeln. \u201eDas war brillant. F\u00fcr diese eine Situation haben wir das ganze Spiel \u00fcber gefightet\u201c, sagte ein zufriedener BVB-Trainer.<\/p>\n<p>Seinen St\u00fcrmer Lewandowski nahm Klopp im \u00dcbrigen vorsorglich in Schutz: gegen m\u00f6gliche Kritiken nach den schw\u00e4cheren Spielen in der j\u00fcngeren Vergangenheit und dem \u00f6ffentlich davon kaum noch zu trennenden Wechseltheater: \u201eIhr k\u00f6nnt mir vertrauen: Robert tut alles f\u00fcr diese Mannschaft!\u201c Die Statistik steht jedenfalls auf der Seite des 25-J\u00e4hrigen, um dessen Zukunft es alle zehn Tage neue Ger\u00fcchte gibt: Sechs Treffer in der Liga, nun drei in der Champions League, dazu zahlreiche Assists &#8211; auch den fr\u00fchen F\u00fchrungstreffer des BVB in London durch Henrich Mchitarjans Schuss von der Strafraumkante (16.) legte \u201eLewy\u201c auf.<\/p>\n<p><strong>Rosicky stellt \u00d6zil in den Schatten<\/strong><br \/>\nDass es trotz der beiden Tore zwischenzeitlich wackelte im BVB-Spiel, wollte keiner zu wichtig nehmen bei der Borussia. \u201eWir sind nicht hierher gekommen, um Arsenal im eigenen Stadion zu dominieren\u201c, diktierte Klopp ebenso h\u00f6flich wie dem\u00fctig in die Mikrofone der englischen Journalisten. Nach den nahezu perfekten Anfangsminuten waren es die Westfalen selbst, die sich in Schwierigkeiten und London zur\u00fcck ins Spiel brachten. Sven Bender und Nuri Sahin verloren zeitweise etwas den Faden im defensiven Mittelfeld. Mats Hummels unterliefen einige Unachtsamkeiten, die h\u00e4rter bestraft h\u00e4tten werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr b\u00fcgelte der Nationalverteidiger seine Fehler wieder aus, als er beim Schuss von Tomas Rosicky auf der Linie rettete (39.). Beim Ausgleichstreffer der Gastgeber liefen sich Neven Subotic und Torwart Roman Weidenfeller fast gegenseitig \u00fcber den Haufen, so das Gunners-St\u00fcrmer Olivier Giroud vier Minuten vor der Pause nur noch vollenden musste.<\/p>\n<p>Arsenals neues Juwel Mesut \u00d6zil &#8211; gerade erst f\u00fcr stolze 50 Millionen Euro nach Nordlondon gewechselt &#8211; legte erst nach der Halbzeit seine Zur\u00fcckhaltung ab, nachdem Wenger den Regisseur f\u00fcr den angeschlagenen Wilshere auf den rechten Fl\u00fcgel beordert hatte. Im Dauerduell mit Marcel Schmelzer steigerte sich \u00d6zil &#8211; vielleicht auch, weil Dortmunds Au\u00dfenverteidiger im ersten Einsatz nach viereinhalb Wochen Verletzungspause noch nicht ganz wieder auf der H\u00f6he war. Bei der feinen Vorarbeit vor Santi Cazorlas Lattentreffer hatte \u00d6zil dann geh\u00f6rig Pech (70.). Aber insgesamt war das etwas entt\u00e4uschend vom Spielmacher der DFB-Elf, der nun auf der Insel ein Zuhause gefunden hat. Der neue Publikumsliebling rund um das Emirates Stadion stand klar im Schatten des fr\u00fcheren Dortmunders Rosicky &#8211; an diesem Abend der beste Mann auf dem Platz.<\/p>\n<p><strong>Buvac mit der perfekten Bilanz<\/strong><br \/>\nAllein, zum dritten Sieg im dritten Spiel der Champions League reichte es nicht f\u00fcr die Londoner. Dortmund lie\u00df sich an diesem Abend nicht von seiner Marschroute abbringen. Auch ohne Antreiber Klopp, der auf der Trib\u00fcne seine letzte Match-Sperre absa\u00df und neben den Klub-Oberen erst jubelnd in die Luft boxte, dann kurz bangte und schlie\u00dflich ausgelassen feierte, brachte die Borussia das Ergebnis ins Ziel. Am Spielfeldrand feierte derweil Assistent Zeljko Buvac nach dem Erfolg \u00fcber Marseille seinen zweiten Dreier in Vertretung des Chefs. Bei der Borussia entwickelt sich derzeit offenbar alles ein St\u00fcckchen weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Torsch\u00fcsse, zwei Tore: Schwarz-Gelb erobert mit etwas Gl\u00fcck, aber auch viel K\u00f6nnen erstmals das Emirates Stadion. 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