{"id":1247,"date":"2014-02-03T05:08:09","date_gmt":"2014-02-03T03:08:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1247"},"modified":"2014-02-26T08:21:18","modified_gmt":"2014-02-26T06:21:18","slug":"die-seahawks-defensive-macht-die-broncos-platt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1247","title":{"rendered":"Die Seahawks-Defensive macht die Broncos platt"},"content":{"rendered":"<p>Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften. Selten enthielt eine Sportfloskel so viel Wahrheit wie bei Seattles Deb\u00fct-Sieg in der 48. Ausgabe des Super Bowls. Eindrucksvoll walzen die Seahawks die Denver-Offensive platt und schwingen sich im gro\u00dfen Finale der National Football League NFL erstmals selbst zum Champion auf.<!--more--><\/p>\n<p>Auch nach dem Ende des Super Bowls ging die Dem\u00fctigung durch die Seattle Seahawks ungebremst weiter. \u201eDie Denver Broncos so deutlich zu schlagen, ist echt verr\u00fcckt. Aber nicht f\u00fcr uns\u201c, t\u00f6nte Percy Harvin mit der breiten Brust des frisch gebackenen Champions. Mit 43:8 hatte sein Team gerade die beste Offensive des American Footballs in Grund und Boden gestampft. \u201eWir besitzen grenzenloses Vertrauen in unsere Defensive\u201c, erkl\u00e4rte der Passempf\u00e4nger. Als w\u00e4re es das Selbstverst\u00e4ndlichste auf der Welt, Peyton Manning zu stoppen &#8211; einen der besten Quarterbacks in der Geschichte dieses Sports.<\/p>\n<p><strong>Zw\u00f6lf Sekunden f\u00fcr Seattles Ewigkeit<\/strong><br \/>\nDie Spieler der Seahawks m\u00f6gen die eigenen F\u00e4higkeiten unbeeindruckt lassen, doch der Rest der Football-Welt hat die Demonstration der St\u00e4rke wom\u00f6glich mit offenem Mund verfolgt. Nahezu alles gelang dem Team aus dem Nordwesten der USA an diesem denkw\u00fcrdigen Abend in den Meadowlands von New Jersey, vor den Toren der Metropole New York City. Mit der zweitj\u00fcngsten Mannschaft der Liga feierten sie nun zum ersten Mal in ihrer 37-j\u00e4hrigen Klubgeschichte den Gewinn der Vince-Lombardi-Troph\u00e4e, des begehrtesten Schmuckst\u00fccks im amerikanischen Sport.   <\/p>\n<p>Schon nach zw\u00f6lf Sekunden waren f\u00fcr die beste Defensive der amerikanischen Football-Liga NFL die Weichen auf Sieg gestellt. Der erste von insgesamt vier erzwungenen Ballverlusten der Broncos setzte fr\u00fch den Ton f\u00fcr die grandios aufgelegten \u201eHawks\u201c. Schneller hat noch nie ein Team im Super Bowl gepunktet. Oder eben Z\u00e4hler kassiert &#8211; je nach Blickwinkel: \u201eDas ist keine Art, ein Spiel zu beginnen. Danach haben wir nichts mehr auf die Reihe gekriegt\u201c, haderte ein entt\u00e4uschter und entt\u00e4uschender Manning mit dem Schicksal, auch im zweiten Anlauf seinen zweiten Super-Bowl-Titel verpasst zu haben.<\/p>\n<p><strong>Ein trauriger Rekord zum Saisonabschluss<\/strong><br \/>\nSeattle setzte dem 37-j\u00e4hrigen Superstar derma\u00dfen zu, dass ihm noch im ersten Durchgang zwei Fehlp\u00e4sse in die Arme des Gegners unterliefen. Ungew\u00f6hnlich f\u00fcr den sonst so pr\u00e4zise und routiniert arbeitenden Ballverteiler. Im gesamten ersten Viertel lie\u00dfen die Seahawks nur 11 Yards der vermeintlichen Superoffensive zu.<\/p>\n<p>F\u00fcr das erfolgsverw\u00f6hnte Denver eine Katastrophe \u2013 im Laufe der regul\u00e4ren Saison hatte Manning einen pers\u00f6nlichen Rekord nach dem anderen aufgestellt: unter anderem f\u00fcr 55 Touchdowns und 5477 Yards Raumgewinn. Die Bestmarke f\u00fcr die meisten P\u00e4sse im Super Bowl kommt nun noch dazu, doch all das bleibt ein Muster ohne Wert, so wie die 606 Punkte, die das Team vor den Playoffs einsammelte. F\u00fcr die traurigen Denver-Fans z\u00e4hlt unterm Strich nur diese ersch\u00fctternde Zahl: f\u00fcnf. Kein NFL-Team hat den Super Bowl h\u00e4ufiger verloren als ihres.<\/p>\n<p><strong>Wilson macht keine Fehler\u2028<\/strong><br \/>\nMannings Gegen\u00fcber im Metlife Stadium agierte war zwar auch nicht \u00fcberragend, aber Russell Wilson machte vor allem viel weniger falsch als sein Vorbild. Immer wieder brachte der 25-J\u00e4hrige entscheidende P\u00e4sse an den Mann und lie\u00df sich nie aus der Reserve locken. Wie seine Kollegen ging auch der Quarterback mit geh\u00f6rig Selbstvertrauen in das Nervenduell. \u201eWarum nicht du?\u201c &#8211; das hat sein Vater ihm als Motto auf den Lebensweg gegeben, und der junge Mann \u00fcbertrug es erfolgreich auf sein Team und auf das gro\u00dfe Endspiel im Football.<\/p>\n<p>Noch vor der Halbzeit f\u00fchrte Wilson seine Mannschaft zu zwei Feldtoren und einem Touchdown: Unter Riesenjubel der gewohnt lautstarken Seahawks-Fans trug Marshawn Lynch den Ball in die gegnerische Endzone. \u201eDas ist fast so toll, wie geboren werden\u201c, unkte der Running Back, als h\u00e4tte er eine Erinnerung an den ersten erfolgreichen Durchbruch seines Lebens. Und als Denver gerade ein wenig ins Rollen kam, fing Malcolm Smith einen abgef\u00e4lschten Ball von Manning ab und lief damit \u00fcber mehr als den halben Platz ins Ziel. Auch f\u00fcr diese Aktion wurde der Linebacker zum wichtigsten Spieler des Finales gek\u00fcrt. Bezeichnend f\u00fcr diesen Showdown, dass erstmals seit elf Jahren wieder ein Verteidiger zum MVP gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p><strong>Bibber-Bowl? F\u00e4llt aus<\/strong><br \/>\nAuch nach der etwas m\u00fcden Halbzeit-Show von Bruno Mars und den Red Hot Chili Peppers kamen die Broncos nicht in Tritt. Der Wille war dem Team von Trainer John Fox nicht abzusprechen, das gr\u00f6\u00dfte Comeback der Super-Bowl-Geschichte doch noch zu schaffen. Wem, wenn nicht Routinier Manning, w\u00e4re es zuzutrauen gewesen? Insgesamt wurden die Zahlen besser f\u00fcr die Broncos, in vielen Vergleichen schlossen sie sogar nahezu zum Gegner auf. Nur bei den Punkten eben nicht.<\/p>\n<p>Denn wieder waren die Broncos die einzigen im Stadion, die bei \u00fcberraschend milden Temperaturen eiskalt erwischt wurden, nachdem 82.000 Football-Anh\u00e4ngern nach tagelanger K\u00e4lte zun\u00e4chst ein Bibber-Bowl unter freiem Himmel gedroht hatte. Erneut brauchten die Seahawks exakt zw\u00f6lf Sekunden f\u00fcr das n\u00e4chste fette Ausrufezeichen. Gleich beim Wiederansto\u00df lief Harvin, der Mann mit der breiten Brust, den Ball in die Endzone. Das gesamte Team lief jubelnd hinter ihm her und feierte eine erste kleine Party. Gemeinsam mit den ohnehin stets euphorischen Fans, die sich wie beim Fu\u00dfball \u201eder 12. Mann\u201c nennen und auch keinen Vergleich zu ihren europ\u00e4ischen Pendants zu scheuen brauchen. Der Sieg war da bereits zum Greifen nah f\u00fcr die Seahawks, die Microsoft-Mitbegr\u00fcnder Paul Allen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Die Dem\u00fctigung prangt von der Anzeigetafel<\/strong><br \/>\n\u2028Was danach folgte, war aus neutraler Sicht vermutlich die langweiligste zweite H\u00e4lfte eines Super Bowls seit ewigen Zeiten. Die mutlosen und gefrusteten Broncos produzierten in der Offensive Fehler auf Fehler und kamen auf dem Feld nicht entscheidend voran. \u201eWir haben \u00fcberhaupt nicht das gespielt, was wir k\u00f6nnen\u201c, sagte ein entt\u00e4uschter John Elway &#8211; Quarterback-Legende der Broncos und heute eine Art Team-Manager.<\/p>\n<p>Seattle dagegen spielte die Partie so routiniert herunter, wie es selbst die gr\u00f6\u00dften Optimisten von dieser jungen Truppe nicht erwartet h\u00e4tten. Mit zwischenzeitlichen Explosionen der St\u00e4rke: Nach dem doppelten Superdreher von Jermaine Kearse prangte sogar kurzzeitig ein dem\u00fctigendes 36:0 von den bunten Anzeigetafeln im Stadion. Doug Baldwin schraubte die Ausbeute noch weiter nach oben.<\/p>\n<p><strong>Seattle ist ein Versprechen auf die Zukunft\u2028<\/strong><br \/>\nDass zwischenzeitlich auch Denver noch durch Demaryius Thomas und Wes Welker punktete, bewahrte den Verlierer immerhin vor der Schmach, seinem eigenen \u201eRekord\u201c der schlimmsten Finalniederlage bedrohlich nahe zu kommen. 1990 unterlagen die Broncos den San Francisco 49ers sogar mit 10:55. In Colorado wird der 2. Februar 2014 vermutlich trotzdem aus den Geschichtsb\u00fcchern gestrichen.<\/p>\n<p>In Seattle dagegen d\u00fcrfte man sich an diesen sportlichen Feiertag wohl noch lange erinnern. Obwohl die Anh\u00e4nger der Seahawks bei diesem ebenso hungrigen, wie ausbauf\u00e4higen Team durchaus auf weitere denkw\u00fcrdige Auftritte hoffen k\u00f6nnen.\u2028<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften. 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