{"id":1419,"date":"2014-08-14T09:28:43","date_gmt":"2014-08-14T07:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1419"},"modified":"2014-08-24T00:13:13","modified_gmt":"2014-08-23T22:13:13","slug":"pep-guardiola-schlaegt-alarm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=1419","title":{"rendered":"Pep Guardiola schl\u00e4gt Alarm"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchens Supercup-Niederlage beim Dauerrivalen Borussia Dortmund ist halb so schlimm. Doch der Ausfall von Javier Martinez schmerzt den Bayern-Trainer sehr &#8211; und die Aussicht auf die kommenden Wochen: &#8220;Wir werden Probleme bis zur Winterpause haben.&#8221;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Pep Guardiola ist ein ruhiger Mensch, ein kontrollierter. Einer, der vorsichtig formuliert, aber beizeiten doch die Dinge auf den Punkt bringt. Schon in seiner Deb\u00fctsaison als Trainer des FC Bayern hat der Katalane das so gehalten, als er die Kennenlern-Kuschelphase kurzerhand mit dem ber\u00fchmten \u201eThiago oder nix\u201c-Vorsto\u00df beendete. Und im zweiten Jahr? Nach der verdienten 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund im Finale um den Supercup schl\u00e4gt Guardiola gleich zum Saisonauftakt deutliche Worte an, die beim Rekordmeister sicher nicht ungeh\u00f6rt verhallen werden. \u201eWir sind einen Monat zur\u00fcck. Wir brauchen noch Zeit. Ich bin sicher, wir werden bis zur Winterpause Probleme haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Guardiola: &#8220;Martinez wird lange fehlen&#8221;<\/strong><br \/>\nDie Pleite im fr\u00fcheren Westfalenstadion ist f\u00fcr die erfolgsverw\u00f6hnten M\u00fcnchner zu verschmerzen, auch wenn es gegen den Dauerrivalen ging, dem derzeit ja nicht einmal Vertragsgeheimnisse geg\u00f6nnt werden. F\u00fcr einen deutschen Supercup wird die \u201eBayern-Erlebniswelt\u201c, der begehbare Troph\u00e4enschrank, nicht extra umger\u00e4umt. Doch die Art und Weise, wie die Niederlage im Duell zweier besserer B-Mannschaften zustande kam, d\u00fcrfte bei den M\u00fcnchnern zumindest noch ein wenig nachhallen. Zumal das Ergebnis von der schweren Verletzung von Javi Martinez \u00fcberschattet wird, vermutlich ein Kreuzbandriss. Noch steht die Diagnose aus, doch Guardiola bef\u00fcrchtet: \u201eEr wird lange fehlen.\u201c *<\/p>\n<p><strong>Dem Edelkader gehen die Alternativen aus<\/strong><br \/>\nAusgerechnet Martinez, der zuletzt im Konzept des Trainers eine immer wichtigere Rolle spielte. Beim Supercup-Duell mit dem BVB besetzte der Defensiv-Allrounder das Zentrum der Dreier-Abwehrkette, von der sich Guardiola so viel verspricht auf dem Weg, einen FC Bayern nach eigenen Vorstellungen, nach seiner eigenen Vision zu schaffen. Doch nach dem ungl\u00fccklichen Zusammenprall mit Marcel Schmelzer im Dortmunder Strafraum musste Martinez unter Schmerzen im Knie vom Platz getragen werden. \u201eEr war in \u00fcberragender Form dieses Jahr\u201c, haderte Guardiola. Nachdem der Trainer vor der Partie bereits die Ausf\u00e4lle von Rafinha und Thiago zu beklagen hatte, wird es selbst im exklusiven Bayern-Kader langsam eng, obwohl der bis tief in die zweite Reihe mit herausragenden Spielern besetzt ist. In neun Tagen startet die Bundesliga, Mitte September die Champions League.<\/p>\n<p><strong>Schlechte Beispiele gibt es genug<\/strong><br \/>\nGerade jetzt w\u00e4re es so unglaublich wichtig, auf Alternativen setzen zu k\u00f6nnen, um von Anfang an das Rennen um Titel und Troph\u00e4en zu bestimmen. Die mit Topstars gespickten Bayern wissen nur allzu gut, dass sie erfolgreiche Turniere der Nationalmannschaft tendenziell mit schw\u00e4cherem Abschneiden in der folgenden Bundesliga-Saison bezahlen. Nach den Turnieren 2006, 2008 und 2010 hie\u00dfen die Meister: Stuttgart, Wolfsburg und Dortmund. Die Eingliederung der gestressten deutschen Weltmeister und der WM-Teilnehmer aus anderen L\u00e4ndern ist eine echte Herausforderung in dieser Saison. Es kann durchaus etwas dauern, bis die Topstars wieder voll im Saft stehen.<\/p>\n<p><strong>Lahm sieht zur Zeit nur die R\u00fccklichter<\/strong><br \/>\n\u201eWir haben Spieler, die erst ein paar Tage dabei sind. Wir haben noch keinen Rhythmus\u201c, sagte Philipp Lahm nach der Partie in den Katakomben und warb um Verst\u00e4ndnis. Ihm selbst war die fehlende Spritzigkeit deutlich anzumerken: In der zweiten H\u00e4lfte verlor der Bayern-Kapit\u00e4n zum Beispiel trotz Vorsprungs ein Laufduell gegen WM-Bankdr\u00fccker Erik Durm. Nur ein taktisches Foul verhinderte, dass der frischer und mutiger wirkende BVB eine weitere Gro\u00dfchance herausspielte. <\/p>\n<p><strong>Neuer h\u00e4lt weiter weltmeisterlich<\/strong><br \/>\nIn Dortmund standen in Manuel Neuer, Jerome Boateng und Thomas M\u00fcller immerhin drei FCB-Weltmeister schon wieder in der Startelf &#8211; genau einen Monat nach dem Titelgewinn der deutschen Mannschaft in S\u00fcdamerika. Noch in der ersten Halbzeit wurde auch der Brasilianer Dante aufgrund der Martinez-Verletzung aus dem Schongang gerissen und musste aushelfen. Im zweiten Durchgang kamen zudem Mario G\u00f6tze und Philipp Lahm zum Einsatz, um vielleicht doch noch die Wende zu erzwingen. Von allen war nicht viel zu sehen. Kein Wunder, denn sie haben ja auch erst vier Trainingseinheiten absolviert nach der vermutlich ohnehin zu kurzen WM-Pause. Einzig Torwart Neuer spielte, als w\u00e4re nie der Abpfiff in Rio ert\u00f6nt. Dass es am Ende aus M\u00fcnchner Sicht nur 0:2 ausging, daran hatte der frisch gek\u00fcrte \u201eSpielers des Jahres\u201c allergr\u00f6\u00dften Anteil.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckkehrer Lewandowski selbstkritisch<\/strong><br \/>\nGegner Dortmund ging wesentlich aggressiver und zielstrebiger zu Werke. Die Borussen verteidigten sehr hoch und pressten so Bayerns defensive Au\u00dfenspieler Pierre-Emile H\u00f6jbjerg und Neuzugang Juan Bernat tief in die eigene H\u00e4lfte. Dadurch waren in der Mitte der erst 17 Jahre alte Gianluca Gaudino sowie Sebastian Rode kaum einmal in der Lage, das Bayern-Spiel in die richtige Bahn zu lenken. Nur zwei Torchancen aus dem Spiel heraus brachten die G\u00e4ste zustande. Xherdan Shaqiri (3.) und Robert Lewandowski (46.) bei seinem ersten Spiel in der alten Heimat wussten ihre Chancen aber ebenso wenig zu nutzen wie David Alaba mit einem Standard: einem fulminanten Freisto\u00df aus 25 Metern (80.). \u201eDas war offensiv einfach zu wenig\u201c, sagte St\u00fcrmer Lewandowski selbstkritisch. Die mitgereisten M\u00fcnchner Fans mussten sich von den schwarz-gelben Anh\u00e4ngern mit \u201eSuperbayern\u201c-Spr\u00fcchen verh\u00f6hnen lassen.  <\/p>\n<p><strong>Dortmunds Testspielschmach ist vergessen<\/strong><br \/>\nDagegen durfte BVB-Trainer J\u00fcrgen Klopp nach den Treffern durch Henrich Mchitarjan (23.) und Pierre-Emerick Aubameyang (62.) sehr zufrieden sein, obwohl auch seine Mannschaft mit \u00e4hnlichen Problemen zu k\u00e4mpfen hat. \u201eF\u00fcr diese Phase der Saison war das schon ein ganz tolles Spiel von uns\u201c, sagte der Coach, der auch ein wenig erleichtert war, den schlechten Eindruck der 0:4-Pleite im letzten Test in Liverpool schnell verwischen zu k\u00f6nnen. Und ein Sieg \u00fcber die Bayern ist ja immer was wert in Westfalen, selbst im nur halbwegs bedeutenden Supercup.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;<br \/>\n*Die Bef\u00fcrchtungen des FC Bayern haben sich einen Tag nach dem Supercup-Finale best\u00e4tigt: Javi Martinez hat einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten und wird dem Klub wohl ein halbes Jahr lang fehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchens Supercup-Niederlage beim Dauerrivalen Borussia Dortmund ist halb so schlimm. 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