{"id":2218,"date":"2017-03-31T10:29:21","date_gmt":"2017-03-31T08:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=2218"},"modified":"2017-04-11T10:46:19","modified_gmt":"2017-04-11T08:46:19","slug":"das-derby-der-umgekehrten-vorzeichen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=2218","title":{"rendered":"Das Derby der umgekehrten Vorzeichen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Borussia Dortmund ist der Revierschlager eher die Sprint-Wertung vor einer schweren Bergetappe. Gegner Schalke 04 bedeutet das Prestigeduell aktuell viel mehr.<!--more--><\/p>\n<p>(*Dieser Artikel lief am 31.3. und 1.4.2017 bei <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/sport\/das-aktuelle-sportstudio\/fussball-bundesliga-schalke-bvb-vorschau-100.html\" target=\"_blank\">zdfsport.de<\/a>*)<\/p>\n<p><strong>Vorm 172. Revierderby bl\u00fcht die Tradition und die Folklore. FC Schalke gegen Borussia Dortmund &#8211; das ist ein Spiel wie kein anderes. Der emotionale Ausnahmezustand zieht auch Christian Heidel vor seinem ersten Heimderby als S04-Manager in den Bann.<\/strong><\/p>\n<p>Selbst au\u00dferhalb der Stadtgrenzen Gelsenkirchens, an der Kasse beim Tanken, habe er gesp\u00fcrt: \u201eEs ist im ganzen Ruhrgebiet ein Thema.\u201c F\u00fcr viele Fans stellt es das Saison-Highlight dar, doch f\u00fcr ein Team gilt das nur bedingt: Die Chefs beim BVB sehen im Duell mit dem Erzrivalen eher den Start f\u00fcr etwas Gr\u00f6\u00dferes. <\/p>\n<p><strong>Welt ginge nicht unter<\/strong><br \/>\n\u201eDas Derby bildet den Auftakt zu wegweisenden Wochen. Auch deshalb ist es extrem wichtig f\u00fcr uns\u201c, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc und ordnete die Prestigepartie eher n\u00fcchtern ein. Die ambitionierte Borussia will in der Bundesliga mit einem Zwischenspurt m\u00f6glichst schnell die direkte Qualifikation f\u00fcr die Champions League festigen.<\/p>\n<p>Ob das \u00fcber Rang drei hinter dem FC Bayern und RB Leipzig funktioniert oder sogar als Vizemeister, ist relativ unwichtig. Bei einer Derbypleite geht die schwarz-gelbe Welt nicht unter, zumal auch die Konkurrenz regelm\u00e4\u00dfig schw\u00e4chelt.<\/p>\n<p><strong>Kalkuliertes Risiko beim BVB<\/strong><br \/>\nWirklich spannend wird es erst danach. Ende April hat Dortmund die M\u00f6glichkeit, zum f\u00fcnften Mal in sechs Jahren das DFB-Pokalendspiel in Berlin zu erreichen. In einer einzigen Partie, so die Hoffnung, ist auch im Halbfinale in M\u00fcnchen etwas zu holen. So wie vor zwei Jahren, als die lange hoch \u00fcberlegenen Bayern noch im Elfmeterschie\u00dfen ausrutschten.<\/p>\n<p>Noch mehr aber elektrisiert die Borussia die Aussicht auf ein Halbfinale in der Champions League. Im Duell mit dem AS Monaco ist die Chance greifbar und mit Losgl\u00fcck und guter Tagesform k\u00f6nnte sogar noch mehr drin sein in einer Spielzeit, die nur als \u00dcbergangssaison galt. Es w\u00fcrde nicht verwundern, wenn Rotationsweltmeister Thomas Tuchel den BVB bereits zehn Tage vorm ersten K\u00f6nigsklassen-Spiel lieber auf Europa ausrichtet, ohne R\u00fccksicht auf Derby-Verluste. Kalkuliertes Risiko ist Dortmunds Trainer schon so oft eingegangen, trotz der Gefahr, beinahe der Gewissheit, R\u00fcckschl\u00e4ge in der Liga zu erleiden. Marco Reus etwa wird daher aus Dortmunder Sicht keine Rolle spielen, obwohl der Pechvogel nach auskuriertem Muskelfaserriss schon wieder trainiert.<\/p>\n<p><strong>Derbysieg wertet Saison auf<\/strong><br \/>\nWie so oft in der j\u00fcngeren Derby-Geschichte hat es f\u00fcr das schlechter platzierte Team enormen Reiz, das Duell f\u00fcr sich zu entscheiden &#8211; und sei es, um eine m\u00e4\u00dfige Spielzeit zu retten. Das muss nicht immer so auf die Spitze getrieben werden wie 2007, als ein ansonsten schwacher BVB am Saisonende die Meisterschaft der ver\u00e4chtlich als \u201eHerne West\u201c titulierten Schalker torpedierte. In dieser Saison l\u00e4uft K\u00f6nigsblau den Erwartungen hinterher, folglich k\u00f6nnte ein Sieg \u00fcber die Nachbarn aus \u201eL\u00fcdenscheid Nord\u201c daf\u00fcr entsch\u00e4digen, dass der Klub bei aktuell zw\u00f6lf Punkten R\u00fcckstand auf Rang vier wohl die Teilnahme an der lukrativen Champions League verpasst.<\/p>\n<p>In der Europa League sind die Knappen zwar noch dabei, in der Bundesliga aber stehen sie unter Druck. Nach Schw\u00e4chephasen zu Beginn und am Ende der Hinrunde k\u00f6nnten sie die gef\u00e4hrlichen Tabellenregionen nun endlich deutlich hinter sich lassen und Kontakt zu Rang sechs aufnehmen, der f\u00fcr den erneuten Start in der Europa League reicht. Das w\u00fcrde die bislang d\u00fcrftige Deb\u00fctsaison von Manager Heidel und Trainer Markus Weinzierl sprunghaft aufwerten, zumal die Knappen seit \u00fcber zweieinhalb Jahren sehns\u00fcchtig darauf warten, den verhassten Erzrivalen mal wieder zu schlagen. Weinzierl fiebert folglich seinem Derby-Heimdeb\u00fct in der Arena auf Schalke samt einmaliger Atmosph\u00e4re entgegen: &#8220;Wir versuchen das zu nutzen. Jeder brennt darauf.\u201c<\/p>\n<p><strong>Schalke setzt auf den Trend<\/strong><br \/>\nSelbst ein Saisonende irgendwo im Nirgendwo lie\u00dfe sich mit vier Z\u00e4hlern gegen den BVB und als ungeschlagener Derbyheld verkaufen. Bereits der verdiente Punktgewinn im Hinspiel im fr\u00fcheren Westfalenstadion, bei dem Schalke eine Halbzeit lang keinen einzigen Dortmunder Torschuss zulie\u00df, war Balsam f\u00fcr die geplagte Seele. Auch nun scheint S04 rechtzeitig in Fahrt zu kommen. \u201eDortmund ist spielerisch noch etwas weiter als wir. Aber wir haben zuletzt einen Lauf gehabt und m\u00fcssen diesen Schwung mitnehmen\u201c, k\u00fcndigt Kapit\u00e4n Benedikt H\u00f6wedes an. Auch Olaf Thon ist zuversichtlich: \u201eEs w\u00fcrde ins Stimmungsbild passen, die Euphorie keimt sp\u00fcrbar auf\u201c, sagte die Klub-Ikone dem \u201ekicker\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Borussia Dortmund ist der Revierschlager eher die Sprint-Wertung vor einer schweren Bergetappe. 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