{"id":2227,"date":"2017-04-19T18:32:12","date_gmt":"2017-04-19T16:32:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=2227"},"modified":"2017-05-14T10:02:21","modified_gmt":"2017-05-14T08:02:21","slug":"dortmunds-held-des-augenblicks","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=2227","title":{"rendered":"Dortmunds Held des Augenblicks"},"content":{"rendered":"<p>Shinji Kagawa kn\u00fcpft beim BVB fast wieder an fr\u00fchere Glanzzeiten an. Der Mittelfeldmotor tr\u00e4gt die Hoffnung, dass in Monaco doch noch der Sprung ins Halbfinale der K\u00f6nigsklasse gelingt.<!--more--><\/p>\n<p>(Dieser Artikel lief am 19. April bei <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/sport\/uefa-champions-league\/dortmund-vor-rueckspiel-gegen-monaco-100.html\" target=\"_blank\">zdfsport.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Er spricht \u00fcberlegt und leise, selbst die Journalisten aus Japan m\u00fcssen im Bauch des fr\u00fcheren Westfalenstadions die Ohren spitzen f\u00fcr Zitate in ihrer Muttersprache. \u201eIch kann nicht gut schlafen. Die Angst ist immer noch da\u201c, sagt Shinji Kagawa nach Dortmunds Sieg \u00fcber Eintracht Frankfurt, mit dem die Borussia j\u00fcngst in der Bundesliga einen ersten Schritt zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t geschafft hat. <\/strong><\/p>\n<p>Auch der 28-J\u00e4hrige kann sich nicht freimachen von den Folgen des Terrors, den der BVB als Ziel eines Bomben-Anschlags erlebte. Auf dem Rasen sieht man davon aber wenig. Seit Wochen geh\u00f6rt der Wirbler bei den Westfalen zu den Besten, und dieser Trend ist auch vorm schweren Viertelfinal-R\u00fcckspiel der Champions League bei AS Monaco (Mittwoch ab 20:25 Uhr im ZDF) ungebrochen.<\/p>\n<p><strong>Sonderlob von Trainer Tuchel<\/strong><br \/>\nSp\u00e4testens seit dem Revierderby Anfang April ist Kagawas Aufschwung nicht mehr zu \u00fcbersehen. Beim Remis auf Schalke zeigte der fr\u00fchere Meisterschaftsheld fast schon wieder den Spielwitz der umjubelten Klopp-Jahre. Handlungsschnell, wendig, kreativ und mit einem Auge f\u00fcr die Situation: Nach Kagawas uneigenn\u00fctzigem Querpass auf Pierre-Emerick Aubameyang sah der BVB gegen K\u00f6nigsblau eigentlich wie der Sieger aus.<\/p>\n<p>Gerade mit Dortmunds St\u00fcrmerstar harmoniert er prima. Schon bei der Niederlage in Berlin legte der Japaner einen Treffer f\u00fcr den Gabuner auf. Genauso in seinem wohl besten Spiel der j\u00fcngeren Vergangenheit, dem Heimspiel gegen den Hamburger SV. Da schickte er \u201eAuba\u201c per Traumpass zum 3:0-Endstand. Zuvor hatte Kagawa den Freisto\u00df zur F\u00fchrung rausgeholt und kurz vor Ende der kippeligen Partie selbst als Torsch\u00fctze gegl\u00e4nzt. Sogar Trainer Thomas Tuchel, sonst selten f\u00fcr ein Sonderlob zu haben, schwelgte: \u201eDie S\u00fcdtrib\u00fcne feiert Shinji ab. Das hat er sich verdient.\u201c<\/p>\n<p><strong>Antreiber gegen Monaco<\/strong><br \/>\nIn Abwesenheit von Marco Reus war es zuletzt immer \u00f6fter Kagawa, der beim BVB f\u00fcr z\u00fcndende Ideen zust\u00e4ndig war. Wie sehr sich der Japaner wieder etabliert hat, wurde selbst bei der derben Pleite in M\u00fcnchen sichtbar &#8211; der angeschlagene Rechtsfu\u00df wurde schmerzlich vermisst. Daf\u00fcr war er im denkw\u00fcrdigen ersten Viertelfinale der K\u00f6nigsklasse gegen Monaco wieder zur Stelle. Nach der wohl schlimmsten Nacht ihres Lebens, die alle Borussen eine Halbzeit lang l\u00e4hmte, geh\u00f6rte Kagawa im zweiten Durchgang der neu angesetzten Partie neben Nuri Sahin zu den Antreibern und wahrte mit einer Torvorlage und seinem Treffer zum 2:3 die Chance aufs Weiterkommen.<\/p>\n<p>Der Bundesliga-Konkurrenz ist dieser Formanstieg nicht verborgen geblieben. So stellte Eintracht Frankfurt zuletzt sogar extra einen Sonderbewacher ab, um den flinken Flitzer einzud\u00e4mmen. Der bullige SGE-Verteidiger Omar Mascarall lieferte sich lustig anmutende Ringk\u00e4mpfe mit der halben Portion aus Fernost, ohne sie je in den Griff zu kriegen. Erneut verteilte Kagawa die B\u00e4lle clever und nur G\u00e4ste-Keeper Lukas Hradecky sowie der in einer Szene zu eigenn\u00fctzige Aubameyang verhinderten seinen siebten Pflichtspieltreffer in dieser Saison.<\/p>\n<p><strong>Wohin f\u00fchrt der Weg im Sommer?<\/strong><br \/>\nLange stand Kagawas f\u00fcnftes Jahr f\u00fcr Borussia unter keinem guten Stern. Im Sommer setzte ihm der BVB in Weltmeister Mario G\u00f6tze einen Konkurrenten f\u00fcr seine Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld vor die Nase. Sprunggelenks-Probleme versch\u00e4rften die Lage, Einsatzzeiten schmolzen. Doch Dortmunds Nummer 23 lie\u00df sich nicht h\u00e4ngen, schob zuhause Sonderschichten. \u201eShinji ist ein Top-Profi. Er hegt nie einen Groll und ist immer da. Du kannst ihn nachts um drei Uhr wecken und den ersten Elfer schie\u00dfen lassen\u201c, lobte Trainer Tuchel. Der Lohn: Seit der R\u00fcckrunde steht er wieder regelm\u00e4\u00dfig auf dem Platz und durch G\u00f6tzes Ausfall \u00f6fters in der Startelf. \u201eAuch vorm Derby habe ich mich schon gut gef\u00fchlt und war immer \u00fcberzeugt von mir\u201c, sagt Kagawa selbstbewusst.<\/p>\n<p>Kagawa spielt aktuell um seine Zukunft beim BVB. Der Vertrag l\u00e4uft 2018 aus, f\u00fcr einen neuen muss er sich strecken. Noch vor kurzem wurde intensiv \u00fcber seinen Abschied spekuliert, zumal sich der Verein bedeckt hielt. \u201eEs hat noch keine Gespr\u00e4che gegeben&#8221;, best\u00e4tigte Sportdirektor Michael Zorc k\u00fcrzlich dem &#8220;Kicker&#8221;. Bei einem Marktwert von etwa zehn Millionen Euro k\u00f6nnte der Klub diesen Sommer letztmals eine \u00fcppige Abl\u00f6se mit Kagawa erwirtschaften. In seiner jetzigen Form aber ist er ein Gewinn f\u00fcr jedes Team und so scheint es zumindest \u00e4hnlich plausibel, dass in Dortmunds Mixed Zone noch l\u00e4nger die Ohren gespitzt werden, um japanische Zitate zu ergattern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shinji Kagawa kn\u00fcpft beim BVB fast wieder an fr\u00fchere Glanzzeiten an. 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