{"id":371,"date":"2012-08-13T11:14:09","date_gmt":"2012-08-13T09:14:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=371"},"modified":"2012-08-23T22:14:48","modified_gmt":"2012-08-23T20:14:48","slug":"bayern-feiert-seinen-wichtigsten-tinnef-sieg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.athletic-brandao.de\/?p=371","title":{"rendered":"Bayern feiert seinen wichtigsten Tinnef-Sieg"},"content":{"rendered":"<p>Supercup gewonnen? BVB-Fluch beendet? Alles unwichtig, sagen die M\u00fcnchner. Doch die Tiefstapler des FC Bayern schauen dabei eine Spur zu gl\u00fccklich aus der W\u00e4sche.<!--more--><\/p>\n<p>Der erste Pflichtspielsieg der neuen Saison, der erste Pokal nach zwei Jahren Titeld\u00fcrre und der erste Erfolg \u00fcber den Rivalen Borussia Dortmund nach einer schwarzen Serie von zuletzt f\u00fcnf Niederlagen in Folge. Doch nach dem 2:1-Erfolg im Supercup in M\u00fcnchen waren alle Beteiligten des FC Bayern eifrig darum bem\u00fcht, die Bedeutung herunterzuspielen. Als habe der Klub gerade lediglich 5,5 Kilo Tinnef f\u00fcr die Vitrine gewonnen und nicht Silber und Gold im Wert von 40.000 Euro sowie unbezahlbares Selbstvertrauen.<\/p>\n<p>&#8220;Das ist auch nur ein Teil der Bundesliga-Vorbereitung&#8221;, sagte Trainer Jupp Heynckes. Mittelfeldstar Arjen Robben sprang dem Trainer zur Seite: &#8220;Diese schwarze Serie war doch nur eine Sache der Medien.&#8221; Allein, die gl\u00fccklichen Gesichter des Rekordmeisters, der sich nun auch Rekordsupercupsieger nennen darf, sprachen eine g\u00e4nzlich andere Sprache.<\/p>\n<p><strong>Noche eine Pleite &#8211; nicht mit uns!<\/strong><br \/>\nGenau wie das Verhalten zuvor auf dem Platz. Engagiert, bissig, teilweise nickelig waren die Akteure in das Duell mit dem Doublesieger gegangen, der den M\u00fcnchnern in der Vergangenheit so oft eine Nase gedreht hatte. Gleich vier Gelbe Karten sammelten die M\u00fcnchner in diesem &#8220;Vorbereitungsspiel&#8221; ein, darunter eine dunkelgelbe durch den etwas \u00fcbermotivierten Youngster Emre Can.<\/p>\n<p>Es h\u00e4tten auch mehr sein k\u00f6nnen. Ist das die Antwort auf Sportdirektor Matthias Sammer, der sich vom Team \u00f6ffentlich mehr Leben w\u00fcnschte? Die Botschaft war jedenfalls klar: Noch eine Pleite gegen den BVB &#8211; nicht mit uns! Schon von der ersten Minute an war diese Einstellung sichtbar in einer Partie, deren sportlicher Wert f\u00fcr den Branchenriesen in fr\u00fcheren Jahren meist knapp \u00fcber einem Test gegen eine Tegernsee-Auswahl gelegen hatte.<\/p>\n<p><strong>Blitzstart des Rekordmeisters<\/strong><br \/>\nBereits nach elf Minuten stand es 2:0, durch das Tor des stark aufspielenden Mario Mandzukic und den Abstauber von Thomas M\u00fcller. Gegen zun\u00e4chst erschreckend schwache Dortmunder, die mit katastrophalen Fehlern beide Gegentreffer beg\u00fcnstigten, w\u00e4re vermutlich noch mehr drin gewesen. Zumal das Spiel der Bayern\u00a0 in der ersten Halbzeit in der Offensive endlich mal variabler war, mit zwei starken Fl\u00fcgeln Robben und Frank Rib\u00e9ry.<\/p>\n<p>Dazu stabil im defensiven Mittelfeld und v\u00f6llig ohne Probleme in der Abwehr, obwohl Nationalspieler Holger Badstuber zun\u00e4chst geschont wurde. Diesen Erfolg hatte der FC Bayern f\u00fcr einen guten Saisonstart gebraucht und herbeigesehnt, weil ansonsten gleich wieder die H\u00f6lle los gewesen w\u00e4re, an der S\u00e4bener Stra\u00dfe und bei der ungeduldigen Anh\u00e4ngerschaft.<\/p>\n<p><strong>Spottges\u00e4nge f\u00fcr den BVB<\/strong><br \/>\nNoch vor dem Anpfiff hatten der Stadionsprecher des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes den Bayern-Fans einen Schlag in die Magengrube verpasst, als er unparteiisch forderte: &#8220;Bitte hei\u00dfen Sie den Deutschen Meister willkommen: Borussia Dortmund.&#8221; In den Ohren der Mia-san-mia-Fans eine Anma\u00dfung. Umso lautstarker wurde die wilde Anfangsoffensive der Bayern bejubelt, dazu jeder Fehlpass und jede technische Schludrigkeit der Westfalen.<\/p>\n<p>&#8220;Und ihr wollt Deutscher Meister sein&#8221;, hallte es schadenfroh durchs weite Rund, um die b\u00f6sen BVB-Geister zu vertreiben. In der zweiten Halbzeit machten die Fans sogar die Welle und auch die Freude \u00fcber Pokal und Konfettiregen war zwar unter Champions-League-Niveau, aber doch deutlich intensiver als nach &#8211; sagen wir &#8211; einem siebten Ligatreffer gegen 1899 Hoffenheim.<\/p>\n<p><strong>Robben: &#8220;Haben Zeichen gesetzt&#8221;<\/strong><br \/>\nDas lag vermutlich daran, dass es in der zweiten Halbzeit doch noch ein richtiges Duell wurde in der Allianz-Arena. Eins, auf das die Bundesliga sich jetzt schon freuen darf. Denn nach einigen Umstellungen fand auch der BVB in die Partie und h\u00e4tte sich fast noch in die Verl\u00e4ngerung gerettet. Der frischgebackene Fu\u00dfballer des Jahres, Marco Reus, kam nun auf der rechten, offensiven Seite wesentlich besser zurecht, nachdem er zun\u00e4chst im Zentrum nicht die geforderte Defensivarbeit verrichtete und daf\u00fcr prompt von Trainer J\u00fcrgen Klopp an der Seitenlinie Nachhilfe bekam.<\/p>\n<p>Doch zum Gl\u00fcck f\u00fcr die Bayern entdeckte Dortmund nicht nur das gef\u00fcrchtete Offensivspiel wieder, sondern auch noch sein zweites Markenzeichen: das Auslassen bester Torchancen. So blieb es beim Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski und beim verdienten, vierten Gewinn des Supercups des FC Bayern nach 1987, 1990 und 2010.\u00a0 Und entgegen der internen Sprachregelung der neuen Bescheidenheit beim FC Bayern rutschte Superstar Robben am Ende doch noch eine eigene Interpretation der Ereignisse raus: &#8220;Heute haben wir ein gutes Zeichen gesetzt.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Supercup gewonnen? BVB-Fluch beendet? 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